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Wie jeder Christ behält der Mönch die Erinnerung an die Güte Gottes, aber auch die Erinnerung an die Fehler der Menschen und seiner eigenen. Er schreibt sich in eine lebendige Tradition ein, um das Vorbild und die Lehre der Väter im Klosterleben zu wahren und versucht, sich von alldem abzuwenden, was ihn vom Wesen Christi trennt. Er richtet seine Existenz auf seine Beziehung mit Ihm und denen, die Gott auf seinen Weg stellt. Auf geheimnisoolle Weise trägt diese Existenz in der Welt, in der er lebt, Früchte. Im August 1991 kamen Tschechen an der Abtei von Sept-Fons vorbei und baten um eine Mönchsausbildung. Elf Jahre später wird sich eine Stiftergruppe in Westböhmen, nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, in der Diözese Pilsen niederlassen. Entsprechend ihrer besonderen Berufung wird diese neue Gemeinschaft ihre Kräfte mit denen der Ordensleute vereinen, die bereits im Land tätig sind. Die Wahl des Ortes wurde durch seine Schönheit und durch seine Abgeschiedenheit gerechtfertigt, die sich für einen beschaulichen Orden eignen. Die Vergangenheit des Gebiets von Novy Dvur ist reich an Ereignissen, von denen manche schmerzlich waren. Sein Klima ist rauh. Wir bedauern dies nicht.
Noch vor seiner Vollendung hat das Kloster Novy Dvur aufgrund seiner Architektur die Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Wenn die Mönche treu bleiben, beherbergt dieses Gebäude mit der Gnade Gottes in zehn, fünfzig oder hundert Jahren,
die lebendige Glaubensgemeinschaft eines beschaulichen Ordens. Der größte Teil wird somit vor fremden Blicken
verborgen bleiben. Verhält es sich im wesentlichen Teil mit dem Leben eines Mönchs nicht genauso wïe mit dem Leben eines jeden Menschen?
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